FDGB-Ferienheim „Fritz Heckert“
Typ: Denkmalgeschütztes Erholungsheim / Aktuelles Revitalisierungsprojekt
Historisches Aushängeschild der DDR
Das 1954 eröffnete Heim auf dem Kuhkopf bei Gernrode (Harz) war der erste architektonische Neubau des FDGB-Feriendienstes. Es galt als Symbol für den Aufstieg des Massentourismus im „Arbeiter-und-Bauern-Staat“ und bestach durch einen modernen Stil, der sich an der klassischen Moderne und dem [Olympischen Dorf von 1936](https://die-architekt.net/urlaubstraeume-im-sozialismus/) orientierte.
Mit Annehmlichkeiten wie Zentralheizung, Wannenbädern und einer Bibliothek bot es für damalige Verhältnisse hohen Luxus. 1970 wurde der Komplex um ein Bettenhaus und eine Gaststätte erweitert, um der enormen Nachfrage gerecht zu werden.
Vom Lost Place zum Familienhotel
- Niedergang: Nach der Wende 1990 wurde der Betrieb eingestellt. Das Gebäude verfiel über Jahrzehnte, wurde entkernt und durch Vandalismus sowie Brände schwer gezeichnet.
- Revitalisierung (Stand 2026): Nach langem Stillstand haben Investoren mit der Sanierung begonnen. Das 20-Millionen-Euro-Projekt „Das Heckert“ sieht den Umbau in ein modernes [Familienhotel mit ca. 100 Zimmern](https://www.mz.de/lokal/quedlinburg/fritz-heckert-heim-gernrode-harz-fledermaeuse-hotel-4213014) vor.
- Herausforderung Naturschutz: Eine besondere Hürde stellt eine große Kolonie von Fledermäusen dar, die das Gebäude als Winterquartier nutzt. In enger Abstimmung mit Naturschutzbehörden werden [alternative Behausungen](https://www.hotelvor9.de/local/fledermaeuse-stehen-hotelprojekt-im-harz-im-wege) geschaffen, um den Baufortschritt zu sichern.