Flugplatz Köthen 

Der Flugplatz Köthen in Sachsen-Anhalt ist ein geschichtsträchtiges Areal, das die militärische Luftfahrt von der Zeit der Weimarer Republik bis zum Ende des Kalten Krieges widerspiegelt. Heute ist das Gelände ein Mix aus Solarpark, Gewerbegebiet und einem aktiven Sonderlandeplatz.

Historische Eckpunkte

Anfänge (1923–1933):

Ursprünglich als ziviler Landeplatz und für den Flugsport genutzt, begann hier bereits früh die fliegerische Tradition der Stadt.

NS-Zeit & Luftwaffe (1933–1945):

Mit der Wiederaufrüstung wurde der Platz massiv zum Fliegerhorst ausgebaut. Er diente als Stützpunkt für verschiedene Kampf- und Jagdgeschwader der Luftwaffe. Besonders markant sind die bis heute teilweise erhaltenen, monumentalen Kasernenbauten im typischen Stil der 1930er Jahre.

Sowjetische Ära (1945–1991):

Nach dem Krieg wurde Köthen zu einem der wichtigsten Standorte der sowjetischen Luftstreitkräfte (GSSD) in der DDR. Stationiert war hier unter anderem das 73. Garde-Jagdfliegerregiment, ausgerüstet mit modernsten Maschinen wie der MiG-21 und später der MiG-29.