Das „Waldlager“: Die Fliegertechnische Schule
Gegründet 1933 auf Befehl Hermann Görings, diente der Standort als eine der zentralen Kaderschmieden für das technische Personal der Luftwaffe. Neben der Schule beherbergte das als „Waldlager“ bekannte Areal ein Luftzeugamt sowie einen Flugplatz. Ab 1940 übernahm die aus Berlin verlagerte Höhere Fliegertechnische Schule (HFTS) den Standort. Das Spektrum der HFTS war breit gefächert: Es reichte von der Ausbildung internationaler Offiziere (u. a. aus Finnland und Bulgarien) über die Forschung bis hin zur Umschulung von Kriegsversehrten. Kurz vor Ende der Schlacht um Berlin, am 20. April 1945, fiel das unzerstörte Gelände an die Rote Armee. Nach Jahrzehnten der Nutzung durch die sowjetischen Truppen (GSSD) als Offiziersschule stehen die architektonisch bedeutsamen und unter Denkmalschutz stehenden Gebäude heute leer.