Die Steierbergklinik (historisch korrekt meist als Knappschafts-Heilstätte Sülzhayn bezeichnet) ist ein bekanntes, heute verlassenes Sanatorium oberhalb des Ortes Sülzhayn (einem Stadtteil von Ellrich) im Südharz. In der Urban-Exploring-Szene gilt der monumentale Bau als geschichtsträchtiger Lost Place.
Geschichte im Überblick
- Erbauung (1896–1898): Die Klinik wurde im Auftrag der Norddeutschen Knappschafts-Pensionskasse errichtet. Sie diente als Heilstätte für Bergleute, die an Lungenkrankheiten (wie Tuberkulose) litten und in der reinen Harzluft genesen sollten.
- Weltkriege: Während des Ersten und Zweiten Weltkriegs wurde der gesamte Gebäudekomplex als Militärlazarett umfunktioniert. Nach 1945 folgte eine temporäre Nutzung durch die sowjetische Armee, bevor dort wieder Lungenkranke behandelt wurden.
- Rehazentrum für Querschnittsgelähmte: Ende der 1960er Jahre wurde die Einrichtung umstrukturiert. Aufgrund der strategischen Nähe zur innerdeutschen Grenze spezialisierte man sich auf die Rehabilitation von Patienten mit Querschnittslähmung