Vogelsang

Die „Stadt im Wald“

Ehemalige sowjetische Garnisonsstadt / Atomwaffenstandort

Historische Bedeutung & Geheimhaltung

Das tief in einem Waldgebiet Brandenburgs gelegene Areal war nach Wünsdorf und Jüterbog eine der größten sowjetischen Garnisonen auf deutschem Boden. In der Spitze lebten hier bis zu 15.000 Menschen – Soldaten mit ihren Familien – in einer völlig autarken Infrastruktur.

Bekanntheit erlangte der Standort vor allem durch seine Rolle im Kalten Krieg: Ende der 1950er Jahre wurden hier erstmals nukleare Mittelstreckenraketen vom Typ R-5M (NATO: SS-3) stationiert. In den 1980er Jahren folgten modernere SS-12-Systeme. Das Gelände war in verschiedene Hochsicherheitsbereiche unterteilt, wobei die Raketenobjekte besonders streng bewacht wurden.