Kossa-Söllichau

Ausweichgefechtsstand Kossa-Söllichau

Strategische Bedeutung im Kalten Krieg

Das tief in der Dübener Heide verborgene Areal wurde zwischen 1976 und 1979 als einer der wichtigsten Ausweichgefechtsstände der NVA und der vereinigten Streitkräfte des Warschauer Vertrages errichtet. Die streng geheime Anlage, getarnt als forstwirtschaftliches Objekt im Gebiet „Buche“, sollte im Falle eines atomaren Konflikts die Führung der Truppen sicherstellen.

Das Herzstück bilden sechs monolithische Fertigteilbunker (Typ FB-75), die bis zu acht Meter tief in die Erde eingelassen wurden. Sie waren völlig autark konzipiert, verfügten über eigene Wasserwerke, Luftfilteranlagen und Notstromaggregate, um eine Besatzung von bis zu 600 Personen über längere Zeit zu versorgen.

Infrastruktur & Technik

  • Bunkerkomplexe: Die Anlage umfasst vier zweietagige Stabsbunker, einen Nachrichtenbunker sowie einen Technikbunker.
  • Kommunikation: Im Nachrichtenbunker finden sich noch heute die drei charakteristischen Telefone für Direktverbindungen zum Nationalen Verteidigungsrat, zur Regierung und direkt nach Moskau.
  • Oberirdische Bauten: Neben den Untergrundbauten existieren Stabs-, Verwaltungs- und Unterkunftsgebäude sowie zahlreiche Kfz-Stellungen und eine Flugabwehrstellung.