Ehemaliges Pionierferienlager „Feliks E. Dzierzynski“
Das Ferienlager Klausheide am ……see war eines der bedeutendsten Erholungsobjekte des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS). Ab Mitte der 1970er Jahre wurde es massiv ausgebaut, um den Kindern der hauptamtlichen MfS-Mitarbeiter exklusive Ferienmöglichkeiten zu bieten.
Historischer Hintergrund
Namensgeber war der Gründer der sowjetischen Geheimpolizei. In den Hochzeiten der Anlage verbrachten hier über tausend Kinder pro Durchgang ihre Sommerferien, streng abgeschirmt von der restlichen Bevölkerung.
Schwerpunkte der Einrichtung
- Ideologische Erziehung: Neben Spiel und Sport stand die politische Prägung im Vordergrund. Die Kinder sollten im Sinne der „Schild und Schwert“-Mentalität der Partei erzogen werden.
- Vormilitärische Ausbildung: Ungewöhnlich für ein klassisches Ferienlager waren Elemente wie Sturmbahnen, Geländespiele mit militärischem Charakter und Schießübungen, die zum festen Programm gehörten.
- Exklusivität: Die Ausstattung der Anlage mit eigenem Kinosaal, Booten und einer modernen Infrastruktur überstieg den Standard gewöhnlicher FDJ-Ferienlager deutlich.
Gegenwart und Gedenken
Nach dem Ende der DDR wurde das Gelände aufgegeben. Heute ist das Areal ein bekannter Ort für die geschichtliche Aufarbeitung. Wanderausstellungen wie „Ferien mit Feliks“ beleuchten die Schattenseiten dieser privilegierten Kindheit im Dienste des Staatssicherheitsapparates. Die verbliebenen Ruinen sind heute ein Ziel für Dokumentarfotografen.